Monatsarchiv :

Oktober 2017

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Ein Fünftel aller Lkw besteht die Hauptuntersuchung nicht / VdTÜV veröffentlicht den Nutzfahrzeug-Report 2017

Berlin – Über 20 Prozent der Lkw fallen mit erheblichen Mängeln durch den TÜV. Probleme bereiten
insbesondere ältere Kleintransporter und leichtere Nutzfahrzeuge. Schwere Lkw und Zugmaschinen
schneiden besser als der Durchschnitt ab. Das sind wichtige Ergebnisse des TÜV Report Nutzfahrzeuge,
den der Verband der TÜV e.V. veröffentlicht. In die Mängelstatistik flossen über eine Million Ergebnisse der
gesetzlich vorgeschriebenen Hauptuntersuchung ein.

Ob Transporter, Zugmaschinen oder schwere Baustellenfahrzeuge: Nutzfahrzeuge bilden das Rückgrat der
Mobilität unserer Wirtschaft. Sie sind im Dauereinsatz und hohen Belastungen ausgesetzt. Das schlägt sich
auch auf die TÜV-Statistik nieder, deren Daten in den Jahren 2016 und 2015 erhoben wurden.
Insbesondere Transporter und Lkw in den mittleren Gewichtsklassen liegen bei den Mängeln über dem
Durchschnitt. So wurden bei 21,7 Prozent der Fahrzeuge bis 7,5t erhebliche Mängel festgestellt, zwischen
7,5t und 18t sind es sogar 22,8 Prozent. Ein besseres Ergebnis fuhren die schweren Lkw über 18t ein: Bei
ihnen schneiden 18,1 Prozent mit erheblichen Mängeln ab. Der Durchschnitt bei allen Nutzfahrzeugen liegt
bei 21,4 Prozent.

Defekte Scheinwerfer, Ölverlust an Motor und Antrieb sowie Probleme mit den Bremsen sind sicherheits-und
umweltrelevante Mängel, die bei der Hauptuntersuchung häufig beanstandet werden. So stellen die
TÜV-Experten an rund 11 Prozent der fünfjährigen Fahrzeuge erhebliche Mängel an der hinteren
Beleuchtung fest. Auch ist Ölverlust an Motor und Antrieb ein Problem, je älter der Lkw ist. Nach fünf
Jahren werden bereits bei 5 Prozent der Fahrzeuge Öl-Lecks festgestellt, was zu gefährlichen
Fahrzeugbränden und Verschmutzung der Umwelt führen kann.

Besonders bei kleineren Transportern, die fünf Jahre und älter sind, stellen die TÜV-Experten
Bremsenmängel fest. „Gemessen an den hohen Geschwindigkeiten dieser Fahrzeuge oder ihrem Einsatz im
belebten Stadtverkehr sehen wir hier ein Sicherheitsrisiko“, erläutert Richard Goebelt, Leiter des Bereiches
Mobilität des VdTÜV. „Unternehmen sollten hier mehr Wert auf regelmäßige Wartung ihrer Fahrzeugflotten
legen.“ Immerhin liegt die Quote für Bremsenmängel bei einzelnen Modellen bereits nach fünf Jahren bei
über 10 Prozent.

Dass sich ein gutes Qualitätsmanagement und regelmäßige Wartung der Nutzfahrzeuge beim TÜV auszahlt,
lässt sich an den Ergebnissen der schweren Lkw ab 18t ablesen. „Die Mängelquoten sind hier niedriger, weil
die Flottenbetreiber durch vorausschauende Wartung ihre Fahrzeuge auf der Straße halten müssen“,
erläutert Goebelt, „der Ausfall eines Transportes innerhalb der Logistikkette brächte gravierende finanzielle
Haftungsrisiken mit sich.“

Die Ergebnisse des TÜV Report Nutzfahrzeuge zeigen aber auch den Nutzen des Systems der Technischen
Überwachung für die Sicherheit in Deutschland. Die engmaschige neutrale Hauptuntersuchung führt dazu,
dass sicherheitsrelevante Mängel rechtzeitig erkannt und danach behoben werden. Das gilt allerdings nur
für Fahrzeuge, die auch in Deutschland zugelassen wurden. So wurden auf deutschen Autobahnen allein im
Jahr 2015 etwa 40 Prozent der mautpflichtigen Kilometer von ausländischen Lkw zurückgelegt, über deren
technischen Zustand nichts bekannt ist. „Wir empfehlen hier, die Unterwegskontrollen durch die nach
Bundes- und Landesrecht zuständigen Behörden zu stärken“, so Goebelt.

Eine wichtige Herausforderung stellen die neuen digitalen Technologien dar. Besonders für Nutzfahrzeuge
bedeutet der Einsatz innovativer digitaler Systeme eine große Chance für mehr Sicherheit auf den Straßen
und mehr Effizienz in den Logistikketten. Digitale Assistenzsysteme und Vernetzung ermöglichen auch bei
Nutzfahrzeugen autonome oder teilautonome Fahrkonzepte. So können beim „Platooning“ mehrere
Fahrzeuge durch eine digitale Deichsel mit einander vernetzt werden und im Verbund fahren. Die
Voraussetzung dafür ist eine flächendeckende und dauerhaft funktionale Verkehrsinfrastruktur: Ohne
interoperable und zuverlässige Kommunikationsstandards wird es keine digitale Zukunft im Straßenverkehr
geben.

Die vermehrten Cyber-Angriffe zeigen die Sicherheitsrisiken und die Verwundbarkeit vernetzter digitaler
Systeme. Der VdTÜV empfiehlt daher eine konsequente Weiterentwicklung sowohl der
Typgenehmigungsverfahren, als auch der periodischen Hauptuntersuchung, um künftig digital vernetzte
Systeme sicher gestalten zu können. „Zusätzlich sollte auch die digitale Infrastruktur regelmäßig durch
neutrale Organisationen überwacht werden, damit sich die Verkehrsteilnehmer auf die Sicherheit verlassen
können“, erläutert Goebelt. Darüber hinaus muss in jedem Fahrzeug der Schutz und die Weitergabe
personenbezogener Daten klar geregelt sein. Hierzu hat der VdTÜV mit der Automotive-Platform ein
Konzept entwickelt, das Datenschutz und IT-Sicherheit in jedem Fahrzeug gewährleisten kann.

Der TÜV Report Nutzfahrzeuge erschien am 6. Oktober 2017 als Sonderbeilage der Zeitschrift
„Verkehrsrundschau“ im Verlag Heinrich Vogel.

Weitere Informationen: www.vdtuev.de

710 474 AWM Hanse AG

Das Elektrofahrrad kosten- und steuerfrei aufladen – geht das?

Neustadt a. d. W. – Erfolgsgeschichte Elektro-Rad: Rund drei Millionen dieser Fortbewegungsmittel
sind aktuell in Deutschland unterwegs, wie der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) schätzt. Da stellen
sich viele die Frage: Wo finde ich vorteilhafte Auflade-Möglichkeiten für mein Gefährt? Der
Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) liefert Antworten.

Arbeitnehmer, die mit ihrem Elektrofahrrad ins Büro oder in den Betrieb radeln und dort ihren fahrbaren
Untersatz kosten- und steuerfrei aufladen: ein Wunschtraum? Keineswegs: Unter bestimmten Bedingungen
geht das, wie die VLH-Steuerexperten betonen. Schließlich hat die Bundesregierung ein ganzes
Maßnahmenbündel zur Förderung der Elektromobilität auf den Weg gebracht. Dazu zählen auch einige
steuerliche Regelungen, die es erlauben, bestimmte Elektro-Räder kosten- und steuerfrei aufzuladen.

Dafür müssen allerdings zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
1. Der Arbeitgeber muss bereit sein, seinen Arbeitnehmern das kostenlose Aufladen an einer sogenannten
ortsfesten betriebseigenen Ladestation zu ermöglichen. Dieser Vorteil muss laut VLH-Profis zusätzlich zum
normalen Arbeitslohn zur Verfügung gestellt werden. Indem Arbeitgeber solche Möglichkeiten schaffen,
beteiligen sie sich – ganz im Sinne des Gesetzgebers – am bundesweiten Ausbau der Ladeinfrastruktur. Alle
Kosten, die dem Arbeitgeber durch die Bereitstellung eines solchen Angebots entstehen, kann er als
Betriebsausgaben angeben: Das gilt also zum Beispiel für die Aufbau- und Betriebskosten der Ladestation
oder die Ausgaben für den bereitgestellten Strom.
2. Der Arbeitnehmer muss den VLH-Fachleuten zufolge eine ganz
bestimmte Art von Elektrofahrrad nutzen. Konkret: Es muss sich um ein
sogenanntes S-Pedelec handeln, wobei Pedelec für „Pedal Electric
Cycle“ steht. S-Pedelecs sind Elektro-Räder, deren Motoren nur die
Trittleistung unterstützen, dabei schaltet sich der Antrieb ab einer
Geschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde ab. S-Pedelecs
unterscheiden sich also …
a) … von Pedelecs, deren Motoren zwar auch nur die Trittleistung
unterstützen, sich aber bereits ab einer Geschwindigkeit von 25
Kilometern pro Stunde abschalten.
b) … von sogenannten E-Bikes, deren Motorunterstützung unabhängig
von der Trittleistung ist. Sie können in der Regel auch ohne eigene
Anstrengung in Bewegung gesetzt werden.

Sind die beiden genannten Bedingungen – (1.) Möglichkeit zum kostenlosen Aufladen an einer
entsprechenden Station des Arbeitgebers und (2.) Nutzung eines S-Pedelecs durch den Arbeitnehmer –
erfüllt, greift laut VLH-Experten ein besonderer steuerlicher Vorteil: Anders als bei anderen Arbeitgeber-
Vergünstigungen – etwa bei Essens- oder Tankgutscheinen – wird das Gratis-Aufladen von S-Pedelcs in der
Regel nicht wie sonstige geldwerte Vorteile mit Steuern und Sozialabgaben belegt. Somit ist ein solches
Auflade-Verfahren nicht nur kosten-, sondern auch steuer- und sozialabgabenfrei.

Warum gilt der Steuervorteil nur für S-Pedelecs?
Bleibt die Frage: Warum gewährt der Gesetzgeber den beschriebenen Steuervorteil nur für die als
Kleinkrafträder eingestuften S-Pedelecs, während die verkehrsrechtlich als Fahrräder geltenden Pedelecs
leer ausgehen? In einer Antwort auf eine schriftliche Frage aus dem Bundestag schafft das
Bundesfinanzministerium Klarheit: Demnach soll durch die erläuterte Steuerbefreiung gezielt der Erwerb
von Elektro-Kraftfahrzeugen und der notwendige – so wörtlich – „flächendeckende, bedarfsgerechte und
nutzerfreundliche Ausbau der Ladeinfrastruktur für solche Kraftfahrzeuge“ gefördert werden.

Demgegenüber wurde im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens die direkte Förderung von „Zweirädern mit
Elektrounterstützung und mit Elektroantrieb“ als nicht erforderlich angesehen. Der Grund: Der Markt für
diese Zweiräder – so die Einschätzung – sei bereits sehr gut entwickelt und deren Verbreitung somit ohne
Weiteres gewährleistet.

Quelle: www.vlh.de

710 473 AWM Hanse AG

Weltpremiere: Neue Gas-Lkw von Volvo Trucks senken den CO2-Ausstoß um 20 bis 100 Prozent

 

Gothenburg, Schweden – Volvo stellt aktuell gasbetriebene Lkw vor, mit denen der CO2-Ausstoß um 20 bis 100 Prozent gesenkt werden kann. Dabei liegt der Fokus stark auf neuen und energieeffizienten Technologien für gasbetriebene Fahrzeuge. Volvo Trucks kann damit die Auswirkungen des schweren Regional- und Fernverkehrs auf das Klima erheblich senken und das bei gleicher Leistung wie in einem Diesel-Lkw.

Volvo Trucks stellt mit LNG* betriebene Lkw gemäß Euro 6 vor, die bei Kraftstoff-effizienz und Leistung mit Diesel-Lkw gleichziehen. Dabei weisen sie aber eine deutlich bessere Klimabilanz auf. Die CO2-Einsparungen der neuen Modelle, Volvo FH LNG und Volvo FM LNG, können bei Nutzung von Erdgas bis zu 20 Prozent oder bei Biogas bis zu 100 Prozent betragen. (jeweils im Vergleich mit Diesel-Lkw). Dieser Wert gilt für die Emissionen während des Fahrzeugbetriebs (TTW oder Tank-to-Wheel). Gegenüber den momentan am Markt verfügbaren gasbetriebenen Lkw mit Ottomotor weisen die neuen Diesel-Fahrzeuge von Volvo Trucks einen um 15 bis 25 Prozent niedrigeren Kraftstoffverbrauch auf. Für eine möglichst hohe Reichweite werden die Lkw mit Flüssig-Erdgas (LNG) betrieben. „Unsere neuen Lkw mit Flüssigerdgas- oder Biogas-Antrieb hinterlassen einen deutlich kleineren ökologischen Fußabdruck als Diesel-Lkw. Außerdem sind sie sehr viel effizienter als die derzeit auf dem Markt erhältlichen gasbetriebenen Lkw. So wird Gas selbst im schweren Fernverkehr zur echten Diesel-Alternative“, sagt Mats Franzén, Produktmanager für Motoren bei Volvo Trucks.

Ein Unternehmen, das im Schwertransport 120.000 km pro Jahr fährt, kann mit Erdgas anstelle von Diesel die CO2-Emissionen um 18 bis 20 Tonnen reduzieren – pro Jahr. Allein in der EU waren im letzten Jahr über 264.000 schwere Lkw zugelassen. Das zeigt das gewaltige Einsparungspotenzial auf, das sich weltweit im kommerziellen Schwerlastverkehr bietet. Erdgas ist in großen Mengen und in vielen Ländern preisgünstig verfügbar. Die LNG-Infrastruktur wird in ganz Europa ausgebaut, denn die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten haben entsprechende Maßnahmenpakete zur Sicherung der langfristigen Energieversorgung Europas verabschiedet. „Daher betrachten wir LNG auf lange Sicht als erstklassige Alternative zum Diesel sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr, wo sparsamer Verbrauch, Nutzlast und Produktivität von höchster Bedeutung sind. Mit einem höheren Biogasanteil können die Auswirkungen auf das Klima noch sehr viel stärker gesenkt werden. Beim Transport- und Lieferverkehr im städtischen Umfeld ist die Reichweite weniger kritisch, sodass elektrische Fahrzeuge hier künftig eine größere Rolle spielen werden. Unsere Vision sind Lkw von Volvo ganz ohne Schadstoffausstoß. Das ist allerdings nicht mit einem einzigen Lösungsansatz machbar, sondern dazu bedarf es mehrerer paralleler Lösungen. Eine davon ist LNG“, so Lars Mårtensson, Direktor Umweltschutz und Innovation bei Volvo Trucks.
*(Liquefied Natural Gas dt. Flüssigerdgas)

Quelle: www.volvotrucks.com

Quelle: www.volvotrucks.com

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Zahl des Tages: 82 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass autonomes Fahren eine Debatte über ethische Fragen anstoßen wird

Saarbrücken – Autonomes Fahren: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Selbstfahrende Autos sind längst Realität. Auf Teststrecken bewegen sich Modelle verschiedener Hersteller bereits völlig autonom. Bis zu ihrem Einsatz im Straßenverkehr ist es jedoch noch ein weiter Weg. Denn jenseits der technischen Machbarkeit existieren noch zahlreiche offene Fragen: 82 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass autonomes Fahren eine Debatte über ethische Fragen anstoßen wird. Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage (1) im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland.

Auch die Bundesregierung sieht Handlungsbedarf. Sie hat zu Beginn des Jahres einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, der unter anderem regelt, dass die letzte Verantwortung über das Fahrzeug beim Menschen verbleiben muss. Frank Bärnhof, Versicherungsexperte von CosmosDirekt, erklärt: „Auch wenn Autos bereits vollautomatisch fahren können, müssen Menschen jederzeit die Oberhand über die Steuerung behalten. Das heißt konkret: Autofahrer müssen auch in automatisiert fahrenden Autos stets wahrnehmungsbereit bleiben. Sie dürfen die Verantwortung nicht einfach an das System abgeben – und haften nach aktueller Rechtslage weiterhin selbst, wenn ein Unfall passiert.“

(1) Repräsentative Umfrage „Auto der Zukunft“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im Juli 2017 wurden in Deutschland 1.206 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt.

 

Quelle: www.cosmosdirekt.de/zdtautonomes-fahren-ethik

 

 

 

768 1024 AWM Hanse AG

Vorsicht Wild: auch Motorradfahrer in Gefahr / ADAC warnt vor Unfallgefahren / Langzeitstudie zur Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren wird im Dezember vorgestellt

München – Wildunfälle machen etwa fünf Prozent aller Straßenverkehrsunfälle aus. Kollisionen mit
Rehen, Hirschen und Wildschweinen passieren dabei nicht nur mit Pkw und Lkw, auch Motorradfahrer sind
davor nicht gefeit. Biker sind naturgemäß schlechter geschützt als Autofahrer. Umso wichtiger ist es laut
ADAC, dass sie in entsprechenden Gebieten defensiv und vorausschauend fahren.

Grundsätzlich sind die Verhaltensregeln für Motorradfahrer die gleichen wie für Pkw-Fahrer. Der Fahrer
sollte durch eine Vollbremsung so viel Geschwindigkeit wie möglich abbauen. ABS und vor allem das
schräglagentaugliche ABS helfen dabei die Kontrolle über das Motorrad zu behalten. Die Kollision mit
Rehen, die von allen Wildtieren am häufigsten in Unfälle verwickelt sind, geht oft glimpflich aus, da Rehe
meist nur 20 bis 25 Kilo wiegen. Aber selbst bei einem Zusammenstoß mit einem Hirsch oder einem
Wildschwein sind die Folgen eines Sturzes auf der Fahrbahn in der Regel geringer als ein Frontalaufprall
mit dem Gegenverkehr oder einem Baum nach einem missglückten Ausweichmanöver.

Jedes Jahr kommen bei Unfällen mit Wildtieren rund 2.500 Menschen zu Schaden, zehn bis zwanzig verunglücken dabei tödlich. Nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) kommt jedes Jahr mehr als eine Million Wildtiere bei Unfällen ums Leben.

Welche Maßnahmen am ehesten gegen Wildunfälle helfen, darüber diskutieren bei einer Fachtagung am 7.
Dezember in Hannover ADAC, Deutscher Jagdverband (DJV) und Vertreter aus Forschung und
Wissenschaft. Vorgestellt werden dabei die Ergebnisse mehrerer Studien über die Wirksamkeit von
Wildwarnreflektoren.

Quelle: www.adac.de

1024 683 AWM Hanse AG

Automatisches Bezahlen: Tanken, Parken und Sparen ohne Stress – PACE kooperiert mit SAP

Karlsruhe – Zeit, Geld und Nerven sparen – danach sehnt sich der deutsche Autofahrer. Das
Connected-Car-System von PACE verschafft bereits vielen Kunden beim Fahren Erleichterung. In Zukunft
wird der kleine Alltagshelfer seinen Nutzern sogar abseits der Straßen assistieren.

Als Teil von ‚SAP Vehicles Network‘ wird PACE bald nicht nur die Autos selbst, sondern auch das Tanken,
Parken und Essen unterwegs smarter machen. Das Netzwerk gibt dem Autofahrer bargeldlosen Zugriff auf
Cloud-basierte Services rund ums Fahrzeug.

‚Connected Fueling‘ ist in den USA bereits ein wichtiges Element des Internet Of Things geworden. Die
Zapfsäule wird per Smartphone aktiviert, danach wird direkt mit dem Kassensystem abgerechnet.
„Gespart wird dabei auch“, so PACE Co-Founder Dr. Martin Kern, „Ein spezielles Coupon-System wird
unseren PACE-Kunden exklusiven Zugriff auf Rabatte für Waren und Services in den Tankstellenshops
geben.“

So können nicht nur Benzin und Parkscheine bezahlt, sondern auch schon während des Tankens Snacks zu
besonders günstigen Preisen bestellt werden. Die Services aus dem ‚SAP Vehicles Network‘ gibt es
zusätzlich zu den 9 Standard-Funktionen von PACE. Verkündet wurde die Zusammenarbeit von SAP und PACE im Rahmen der New Mobility World auf der IAA, wo beide Firmen vertreten sind. Die ersten Kunden sollen bereits Ende dieses Jahres den neuen Service
nutzen können.

Über PACE
Das Karlsruher Startup PACE Telematics hat mit dem PACE Link, der PACE Car App und der PACE Cloud ein
System entwickelt, das Autos auf einfache Weise zu Smartcars macht. Die Geschäftsidee kam so gut an,
dass die Firma direkt nach der Gründung den Jackpot beim Fundraising auf Kickstarter knackte: In weniger
als 24 Stunden wurden 250 Prozent des Funding-Ziels erreicht.

Zu den Talenten des Gadgets gehören neben dem automatischen Notruf ein elektronisches Fahrtenbuch
und ein Spritspartrainer, das Auslesen und Erklären von Fehlercodes des Autos, die Find-My-Car Funktion,
der Tankstellen-Preisvergleich, der Traffic Monitor, das Benzinkostentracking und der Performance Monitor
mit Echtzeitdaten für mehr Spaß beim Fahren.

Die Technologie von PACE funktioniert für fast alle Autos ab Baujahr 1996. Die Installation ist einfach: Wo
sonst die Werkstatt ihr Diagnosegerät anschließt, wird nun der kleine PACE Link Stecker platziert und
verbindet das Auto mit dem Smartphone.

Das Aufrüsten zum Smartcar ist dank PACE jetzt für jeden erschwinglich: Das System kann für einen
einmaligen Kaufpreis von 119 EUR – ohne Folgekosten – bei Amazon oder im PACE Shop gekauft werden.

Quelle: PACE Telematics GmbH
https://www.pace.car

691 1024 AWM Hanse AG

3M rüstet Fahrbahnmarkierungen für autonomes Fahren auf

Neuss – Mehr Sicherheit auf vernetzten Straßen

Der Multitechnologiekonzern 3M plant, Verkehrsschilder und Fahrbahnmarkierungen mit
maschinenlesbaren Daten zu versehen. Die neue Technologie soll selbstfahrenden Autos eine bessere
Orientierung bieten und so die Sicherheit erhöhen.

Unsichtbare Barcodes sollen künftig über Tempolimits und Fahrbahnsperren informieren und
Koordinationsdaten übermitteln. Die Technologie ergänzt bereits vorhandene Kamera- und GPS-basierte
Systeme. So wird autonomes Fahren auf vernetzten Straßen sicherer. Die Lösungen von 3M sollen bei
Regen, Nebel und Schnee funktionieren, benötigen keinen Strom, keine Elektronik und kein GPS.

3M startet weltweite Tests
Derzeit testet 3M seine intelligenten Materialien auf verschiedenen Teststrecken, unter anderem in
Michigan, USA. Als Kooperationspartner konnte das Unternehmen die US-Autohersteller Ford und General
Motors gewinnen. Gemeinsam mit dem Verkehrsministerium des Bundesstaates und weiteren Partnern aus
der Industrie werden dort Baustellen mit Hilfe der neuen Technologie sicherer gemacht. Selbstfahrende
Autos reduzieren ihr Tempo frühzeitig, um die Baustelle vorsichtig zu passieren.

Forum „New Mobility“ auf der IAA
Nähere Informationen zu den neuen Lösungen gibt 3M am 14. September im Rahmen eines Vortrages auf
der IAA bekannt. Auch in Deutschland wird der Multitechnologiekonzern die Materialien für Teststrecken
zur Verfügung stellen. Es laufen derzeit erste Gespräche mit Unternehmen aus der Automobil- und
Telekommunikationsbranche.

Jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Verkehrssicherheit
Seit Anfang der 1960er-Jahre entwickelt und vertreibt 3M Produktlösungen für die Verkehrssicherheit. Der
Multitechnologiekonzern hat beispielsweise die ersten reflektierenden Verkehrsschilder erfunden, die auch
bei Nacht sichtbar sind.

Quelle: www.3M.de

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Digital Auto Report 2017: Exponentielles Wachstum neuer Mobilitätsdienste schafft bis 2030 Marktvolumen von über 2 Billionen Euro weltweit

Anteil der Autohersteller an der Industriewertschöpfung sinkt auf unter 50% / Elektrofahrzeuge ab 2025 günstiger als Verbrenner-Modelle / 2030 in Europa 36% aller gefahrenen Kilometer in geteilten und 42% in autonomen Fahrzeugen / Rückgang des Autobestands im Markt um 25% / Mobilität wird zum umkämpften lokalen Dienstleistungsgeschäft

Stuttgart – Die 2017 vorgestellten Automodelle zeigen deutlich, dass die Hersteller ihren Fokus endgültig auf autonome, vernetzte und elektrische Autos ausrichten. Schon 2025 werden Schätzungen zufolge 58% aller neu gekauften Autos in Europa, den USA und China elektrisch oder hybrid angetrieben sein. Bereits heute gelten dort über 85% aller Neuwagen als vernetzt, 2025 werden allein auf den Straßen Europas, der USA und Chinas über 470 Millionen vernetzte Fahrzeuge unterwegs sein. Die ersten „Roboterautos“ (serienreife autonom fahrende Fahrzeuge) werden ab 2023 (Level 4) bzw. 2028 (Level 5) erwartet und bis 2030 sollen rund 80 Millionen davon in den genannten Regionen Teil des Straßenverkehrs sein – dies sind einige der zentralen Ergebnisse des „Digital Auto Reports 2017“ von Strategy&, PwCs Strategieberatungsteam.

Die Zukunft gehört der „Shared Mobility“: Durch die vernetzten und autonom fahrenden Autos entsteht die sogenannte Roboconomy mit Mobilitätsangeboten und damit verbundenen autobezogenen digitalen Diensten. Für diese werden Kunden 2030 jährlich weltweit rund 2,2 Billionen Euro ausgeben. „Connected Cars gehören bereits heute zum Straßenbild und elektrische sowie autonome Fahrzeuge stehen nur noch wenige Jahre vor ihrem endgültigen Durchbruch. Wir gehen davon aus, dass Elektroautos mit Blick auf die Gesamtkosten, bestehend aus Wertverlust, Treibstoff, Wartung, Steuern und Versicherung, zwischen 2025 und 2030 günstiger werden als Verbrenner-Modelle. Insbesondere aus dem Spannungsfeld von ‚connected‘ und ‚autonom‘ entwickelt sich in den kommenden Jahren für die gesamte Automobilbranche in Form digitaler Mobilitätsservices ein riesiger neuer Wirtschaftszweig“, kommentiert Richard Viereckl, Managing Director bei Strategy& und Koautor der Studie. Der Übergang zu „Mobility as a Service“ beeinflusst mittelfristig sowohl die Wertschöpfungskette der Automobilbranche als auch das Mobilitätsverhalten der Kunden. Bis 2030 werden knapp 20% des ProfitPotenzials im Mobilitätsmarkt von „Mobility as a Service“-Dienstleistungen besetzt sein, was den Margendruck im Segment der klassischen Autoproduktion weiter erhöht. In Zukunft werden nur noch knapp 50% der Branchen-Wertschöpfung in der Autoproduktion bzw. im Autoverkauf erbracht werden – heute sind es noch rund 85%. Der restliche Anteil wird sich in den Bereichen „Flottenmanagement“ und „Digitale Services“ abspielen. Bis 2030 werden auf Europas Straßen bereits 36% aller gefahrenen Kilometer in geteilten und 42% in autonom fahrenden Autos zurückgelegt werden. Mit einem Anteil von 16% im eigenen autonomen Fahrzeug zurückgelegte Kilometer im Jahr 2030 haben die Europäer im internationalen Vergleich das größte Interesse daran, autonome Fahrzeuge privat zu besitzen (USA: 11%; China: 10%). Weil straßenbasierte Mobilität in der Zukunft leichter verfügbar und bequemer wird, wird die Zahl der gefahrenen Kilometer in den genannten Weltregionen im Vergleich zu 2017 bis 2030 um 23% steigen, doch gleichzeitig muss ein Durchschnittshaushalt rund 10% weniger für Mobilität ausgeben. Durch den raschen Aufbau von autonomen Auto-Flotten werden die Autohersteller zwischenzeitlich bis zu 28% mehr Neuwagen als aktuell verkaufen. Langfristig werden durch die geteilte Nutzung im Vergleich zu heute aber 25% weniger Autos auf den Straßen Europas und der USA sowie in anderen ausgewachsenen Märkten unterwegs sein. Das Marktvolumen der geteilten Mobilität soll in Europa, den USA und China allein zwischen 2017 und 2030 jährlich um 24% auf 1,3 Milliarden Euro ansteigen. Bis 2030 werden ca. 33% aller Neufahrzeuge für geteilte Mobilität eingesetzt werden.

„Der Übergang zu shared bzw. autonomen Flotten bedeutet einen massiven Umbruch für die Autobranche. Die Fahrzeuge werden zukünftig wesentlich intensiver genutzt, als das bei privaten Pkws aktuell der Fall ist. Durch den schnellen Wertverlust verlieren Geschäftszweige wie der Gebrauchtwagenhandel an Relevanz und die Hersteller werden auch verstärkt in regelmäßige Wartungsarbeiten an den Flotten eingebunden sein. Der Wettbewerb ist in Zukunft ein anderer: Über das Flottenmanagement, regional unterschiedliche Verkehrsregulierungen und Infrastruktur wird Mobilität zum lokalen Geschäft. Wir erwarten einen harten Wettbewerb auf Städte-Ebene mit signifikant niedrigeren Margen für die einzelnen Marktteilnehmer. Globale Marktführer oder die starke Dominanz eines einzelnen Mobilitätsmodells wird es angesichts der vielseitigen Mobilitätsbedürfnisse nicht geben“, erläutert Alex Koster, Managing Director bei Strategy& und Koautor der Studie. Mittelfristig führt die starke Nachfrage nach autonomen Flotten auch zu einer Annäherung und parallelen Wettbewerbssituation von E-CommercePlayern, Logistikunternehmen und Flottenbetreibern. Mit Blick auf ihre zukünftige Rolle in der „Roboconomy“ müssen sich Autohersteller entscheiden, ob sie Infrastruktur-Betreiber mit einem eigenen Endkundendienst sein möchten, eine Vermittlerrolle zwischen den Mobilitätsanbietern und den Endkunden einnehmen oder ob sie sich auf die heutigen Kernkompetenzen der Fahrzeugentwicklung und der Integrationsleistung eines Zulieferernetzwerks zurückziehen. Marktpotenziale bieten sich zum Beispiel über die Erweiterung der Funktionen oder die Verbesserung der Autos über digitale Technologien, die Herstellungs- oder Wartungskosten senken und den Customer Lifetime Value erhöhen. Langfristig wird es für die erfolgreichen Marktteilnehmer aber auch darum gehen, sich über die einzelnen Kategorien hinwegzusetzen und sich zu einem übergeordneten Hub für Dienste und E-Commerce zu entwickeln. „Die Aktionäre erwarten eine klare Strategie, wie die Autohersteller die Transformation vom aktuellen Hybrid-Status in klar unterteilte Mobilitäts-Geschäftsbereiche angehen. Durch den künftig viel häufigeren und direkteren Kundenkontakt braucht die Autobranche nicht zuletzt im Bereich der Forschung eine wesentlich kundenzentriertere Herangehensweise und muss für die Entwicklung digitaler Dienste auf strategische Partnerschaften mit Technologieunternehmen setzen“, schließt Alex Koster. Ü

Über die Studie
Für den „Digital Auto Report 2017“ hat Strategy& weltweit über 50 Interviews mit Managern von Automobilherstellern und Zulieferern, Wissenschaftlern und Analysten geführt. Zudem wurden Forschungs- und Entwicklungs-Pipelines sowie aktuelle Testreihen zu vernetzten, autonom fahrenden und elektrischen Fahrzeugen untersucht.

Quelle: www.strategyand.de.pwc.com

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