• Mittwoch, der 31. Mai 2017

Digital mobil in deutschen Städten: Hamburg, Stuttgart und Berlin liegen vorn

Digital mobil in deutschen Städten: Hamburg, Stuttgart und Berlin liegen vorn

800 600 AWM Hanse AG

Düsseldorf (ots) – PwC hat den Stand bei digitaler Mobilität und Elektromobilität in den 25 größten
deutschen Städten, wissenschaftlich begleitet vom DLR, untersucht / Hamburg dank seines „Verkehr 4.0“ –
Projekts im Gesamtranking auf Platz eins / Stuttgart überzeugt mit seinem dichten Ladesäulennetz und
Berlin erreicht gleich in mehreren Kategorien Spitzenwerte / Einzelrankings in den Kategorien Infrastruktur,
Sharing, Elektromobilität und ÖPNV / PwC-Experte Hasse: „Deutschland hängt im internationalen
Vergleich hinterher“

Hamburg ist in Sachen Digitalisierung der Mobilität die modernste deutsche Stadt. Zu diesem Ergebnis
kommt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsgesellschaft PwC,
wissenschaftlich begleitet vom Institut für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt (DLR). Für das Ranking wurde der Stand hinsichtlich der Digitalisierung und Elektrifizierung der
Mobilität in den 25 einwohnerstärksten Städten untersucht. Dabei landet Hamburg mit 76,7 von 100
möglichen Punkten auf Platz eins vor Stuttgart mit 71,9 Punkten und Berlin mit 67,1 Punkten. Insgesamt
zeigt sich eine starke Spreizung zwischen den Top-Platzierten und den hinteren Rängen. So erreichen die
zehn Städte am Ende des Rankings lediglich Punktzahlen zwischen 30,4 und 41,9 Punkten.

Der ÖPNV muss digitaler und innovativer werden

„Was Carsharing, Elektromobilität, digitale Infrastruktur oder Mobilitäts-Apps betrifft, hat sich in
Deutschland in den vergangenen Jahren sehr viel getan. Dieses Fazit darf aber nicht darüber
hinwegtäuschen, dass wir im internationalen Vergleich noch deutlich zurückliegen – gemessen etwa an
einer Stadt wie Amsterdam, wo mehr als 5.000 Elektrowagen unterwegs sind und es über 3.000
Ladesäulen gibt“, sagt Felix Hasse, PwC-Partner und Experte für Digitalisierung. Besonders in Städten mit
250.000 bis 500.000 Einwohnern sei die erforderliche Infrastruktur meist noch nicht auf der Höhe der Zeit,
so Hasse. „Die wichtigsten Innovationen kommen bislang nicht von den ÖPNV-Unternehmen und
Verbünden, sondern von Startups und Konzernen. Die konzentrieren sich in der Regel erst einmal auf die
großen Metropolen.“

Hamburg in punkto Digitalisierung der Infrastruktur deutlich vorn

Insgesamt wurden 29 Einzelindikatoren bewertet, die wiederum in vier größere Kategorien
zusammengefasst wurden. In jedem dieser vier Teilbereiche vergaben die Experten bis zu 25 Punkte, so
dass die Städte auf maximal 100 Punkte kommen konnten. Hamburg überzeugt vor allem in der Kategorie
„Digitalisierung der Infrastruktur“. Dabei hoben die Experten explizit die Strategie für intelligente
Transportsysteme „Verkehr 4.0“ der Hansestadt hervor. So wird der gesamte Verkehr im Großbereich des
Hamburger Hafens bereits heute von speziellen Sensoren erfasst und durch neuartige
Auswertungsverfahren analysiert. Via Tablet oder Smartphone lassen sich die Informationen aktuell und
vorausschauend abrufen, das Staurisiko sinkt.

Stuttgart bei der Elektromobilität vorn, München beim Sharing

Stuttgart verdankt seinen zweiten Platz im Gesamtranking dem positiven Abschneiden in der Kategorie
„Elektromobilität“. Dabei honorierten die Experten nicht nur das im deutschen Vergleich dichte
Ladesäulennetz – sondern auch, dass die Nutzer von Elektroautos sich mittels einer interaktiven Karte
online jederzeit über die nächstgelegene Ladestation informieren können. Berlin wiederum ist zwar in
keinem Teilbereich ganz vorn, landet aber bei “ Digitalisierung der Infrastruktur“, „Elektromobilität“ und
„Sharing“ durchweg auf den vorderen Plätzen. Den Sieg in der Kategorie „Sharing“ sichert sich
unterdessen München. Die bayerische Hauptstadt punktet mit ihrem überdurchschnittlichen Ridesharing
und Rideselling-Angebot – den Bewohnern stehen sowohl Clevershuttle als auch Uber zur Verfügung.
Dabei wurden im Rahmen der Untersuchung auch kleinere, quartiersbezogene Initiativen positiv bewertet.
So befinden sich allein im Quartier Münchner Freiheit inzwischen fünf exklusive Carsharing-Stellplätze.

Die „Leipzig mobil“-App überzeugt die Experten

Dass digital mobil nicht nur den Millionenstädten vorbehalten ist, beweist neben Stuttgart auch Leipzig. Die
sächsische Metropole holt Platz eins in der Kategorie „ÖPNV“. Dabei bestach die 560.000-Einwohner-
Stadt vor allem mit ihrer nutzerfreundlichen „Leipzig mobil“-App. Diese bietet nicht nur
Echtzeitinformationen zur Verkehrslage und Mobile Payment, sondern ermöglicht dem Nutzer durch die
Integration von Bike und Carsharing eine lückenlose Mobilität von Tür zu Tür. Ergänzend dazu können
Abonnenten des „Leipzig mobil“-Pakets das umfangreiche Bikesharing-Angebot der Stadt jeden Monat
zehn Stunden lang kostenlos nutzen.

Befragung: Digitalisierung beeinflusst den deutschen ÖPNV maßgeblich

Zusätzlich zum Ranking wurden mehr als 100 Unternehmen und Verbünde des öffentlichen Nahverkehrs
hinsichtlich ihres Digitalisierungsstandes und zu ihrer subjektiven Einschätzung befragt. Der ÖPNV hat die
Digitalisierung zwar als maßgeblichen Einflussfaktor erkannt, allerdings ziehen nur die wenigsten
Unternehmen und Verbünde die richtigen Schlüsse – lediglich eines von drei Unternehmen hat bislang
eine Digitalisierungsstrategie. Immerhin: 45 Prozent planen eine solche.

Autonomes Fahren: erste Testfelder, aber noch fehlende strategische Verankerung

Eine abschließende Analyse zum Stand des autonomen Fahrens ergab: Obgleich die Städte die
Bedeutung des autonomen Fahrens für die Ziele der Stadtentwicklung erkannt haben, sind sie bislang
noch nicht gestaltend aktiv. „Treibende Akteure des autonomen Fahrens in Städten sind aktuell die
Automobilkonzerne, IT-Unternehmen und neue Mobilitätsdienstleister. Dabei kann das autonome Fahren
einen wichtigen Beitrag für den ÖPNV, städtische Wirtschaftsverkehre oder die Entsorgungswirtschaft
leisten. Städte sollten diese Chancen unbedingt nutzen und das autonome Fahren als Bestandteil ihrer
kommunalen Strategien entwickeln“, so Professor Dr. Dirk Heinrichs, der am DLR Institut für
Verkehrsforschung die Abteilung ‚Mobilität und urbane Entwicklung‘ leitet.

Weitere Informationen:
Die Studie kann auf der Webseite von PwC Deutschland heruntergeladen werden.
https://www.pwc.de/mobilitaetsstudie2017

Original-Content von: PwC PriceWaterhouseCoopers, übermittelt durch news aktuell
Diese Meldung kann unter http://www.presseportal.de/pm/8664/3646507 abgerufen werden.

Newsletter-Anmeldung

Bleiben Sie auf dem Laufenden und profitieren Sie auch von unseren speziellen Angeboten und Aktionen.

Ja, ich stimme den AGB und den Datenschutzbestimmungen von AWM zu


Newsletter regristration

Keep posted and also benefit from our special offers and actions.

Yes, I agree with the terms and conditions and data protection policy of AWM.


Contact Us

We'll send you newsletters with news, tips & tricks. No spams here.